Tash Rabat

Endlich  habe ich wieder eine Navigatorin.

 Wichtig bei den vielfältigen Möglichkeiten sich zu verfahren.

 Wir sind auf dem Weg nach Tash Rabat, einer alten Karawanserei im Tien Shan Gebirge, kurz vor der chinesischen Grenze. Die Strasse über den Torugartpass wird grad von den Chinesen zusammen mit den Kirgiesen ausgebaut. Wahrscheinlich, um noch schneller Rohstoffe aus Zentral Asien nach China einführen, und um noch mehr billige Kleider, Elektronik- und Plastikschrott nach Kirgistan ausführen zu können.

 In Tash Rabat blieben wir die Nacht in einer Jurte des Aufsehers. Rosi hatte ja ihre ganz persönliche Regenwolke aus Schliersee mirgebracht und die lies es bis kurz vor unserer Jurte schneien. Der Dungofen brachte zwar schnell eine behagliche Wärme, die sich aber nach ein paar Stunden durch die Ritzen wieder komplett verflüchtigt hatte. Ich hatte kaum geschlafen und so verließen wir Tash Rabat ziemlich fluchtartig und mit allen Kleidern am Körper, die wir mithatten.

 Rosis Wolke bescherte uns dann am nächsten Pass eine seifenartige Schlammpiste, auf die wir uns dann auch prompt hinlegten.

 Ich hab natürlich mit meinem ersten Umfaller gewartet bis Rosi mit dabei war. Ich will ihr ja was bieten. Und legte dabei einen Spagat hin, der einer 16jährigen Kunstturnerin zur Ehre gereicht hätte.

 

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Kleine Jurtenkunde

 Die Dame links ist die Chefin dieses mittelständischen Jurtenbaubetriebes. Sie sind erhältlich in einfacher, kleiner Ausführung für etwa 2500US$ bis zu Luxusausfuhrungen die dann 6000US$ oder mehr kosten.

 Am Beispiel von Jurtenhausen ( im Hintergrund, im Vordergrund das bevorzugte Nahrungsmittel seiner Bewohner) zeigen wir die neuesten Modelle…

 Die Feierjurte (Aussen)

 Die Feierjurte (Innen)

 Die Hochzeitsjurte (Aussen)

Die Hochzeitsjurte (Innen)

 Die Wartejurte

 Die Klojurte

 und die Totenjurte

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Song Kul

Nach kurzer Einführung in die Kebapologie ging’s mit Minimalgepäck ins Hinterland Kirgistans.

 

Zum ersten Mal nahmen wir nicht Hondale sondern teilten uns einen maroden Transporter, ausgemustert  vom 1.Bayerischen Sanitäts Zug, mit zwei Katalanen und holperten zum Song Kül, einem traumhaft gelegen See auf etwa 3000m Höhe.

Um den See verteilt sind Dutzende von Jurten der Schaf-, Kuh-, und Pferdehirten. Ihre Herden grasen in den Ebenen und Hängen ringsum. Als Nebenverdienst nehmen die Hirten  Schlaf- und Essensgäste auf, die ihnen von einer einer Organisation namens Community Based Tourism vermittelt werden. Eine langsam in ganz Zentral Asien Schule machende Form des ökologischen Tourismus, bei dem das Geld direkt bei den Menschen bleibt, die mitmachen. Näher an das Leben der Einheimischen kommt man nicht ( und politisch korrekter).

Ausserdem ist der Tien Shan die Heimat des Shyrdak,

des Edelweis,

die Heimat der Cowboys

die Flaschen sind zum ueben. Aufheben ohne aus dem Sattel zu steigen

 und der faulen Hunde

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Poesiealbum der Revolution

Dreidimensional, überlebensgroß und in falscher Bronze sind die aufregendsten Szenen aus dem Revoluzzerleben Lenins ausgestellt. Wo eine Fahne im Wind wehen kann, weht sie, und wo ein ein Arm die Richtung weisen kann, wird sie gewiesen.

Die Revolution in die Jurten tragen

       Владимир Ильич Ленин   (1870 – 1924, Schlaganfall)

Im Hintergrund das Ministry of Silly Walks, nein, das Museum. Früher Lenin -, jetzt Historisches Museum.

Und es gab eine kleine Ausstellung über Dschingis Aitmatov. “Du öffnest die Bücher und sie öffnen dich.”

Djamilja hab ich gern gelesen.

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Roadside Memorials

n Usbekistan und Kirgistan findet man vor allem mit Zäunen umfriedete Gedenkstätten, in, oder an denen sich Steine befinden. Bei den Neueren ist es dann oft schon ein richtiger Grabstein, aus poliertem Marmor, mit eingearbeitetem Portrait.

Bei Nichtmuslimen ist es oft nur eine Gedenktafel, mit Blumen geschmückt.

In sowetischen Zeiten wurden Pyramidenkegel mit rotem Stern aufgestellt.

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Grenzerfahrungen

Der erste Patz für die beeindruckendste Grenzerfahrung geht natürlich an Turkmenistan. Geradezu legendär ist die Abfertigung in Turkmenbashi, wenn man mit der Fähre aus Baku kommt. Stoff für Geschichten an Lagerfeuern und Diwanen.

Wenn man nach Ankunft im Hafen und einer Stunde drängeln in einer stickigen, kleinen, rammelvollen Kajüte seinen Pass wieder in Händen hält, wäre man eigentlich schon reif für das erste Cafe.

Aber jetzt darf man erstmal die Fähre über eine Rampe verlassen und den Roller im Zollbereich abstellen. Dann reiht man sich ein in eine lange Schlange vor einer Tür, zu der nur jeweils ein Glücklicher alle 5 Minuten Zutritt erhält. Zuallererst wird man zum Bankschalter geschickt um 10 $ Eintrittsgeld zu zahlen. Dafür muß man 2$ Bankgebühr zahlen.

Jetzt steht man in einer geräumigen, modernen Halle mit acht Schaltern. Jeden einzelnen wird man im Lauf der Zeit etwa drei mal aufsuchen. Alle Pass- und Rollerdaten werden in dreifacher Ausfertigung niedergeschrieben, um dann an jeweils anderen Schaltern abgestempelt zu werden. Daraufhin muss man alle Kopien zu ihren jeweiligen Bestimmungsorten bringen. Nicht ohne jedoch zwischendrin öfter mal wieder den Bankschalter aufzusuchen, hinter dem ein aüsserst freundliches und hilfsbereites Mädchen ihrer Aufgabe nachgeht. Am Ende kamen nochmal 110 $ zusammen. Aber eigentlich hatte man ja schon Visagebühren bezahlt.

Jedenfalls war nach zwei Stunden und fünf Bankschalterbesuchen klar, daß ich die Rampengebühr noch nicht bezahlt hatte. Raus aus dem Gebäude, zu einem anderen Bankschalter und versuchen die 10$ Rampengebühr zu bezahlen. Das ging aber nicht, denn die nahmen jetzt nur Manat und keine Dollar. Also zurück zu dem freundlichen Mädchen, Geld wechseln, Gebühr fürs Geldwechseln zahlen und wieder raus zum Rampengebührenschalter. Mit der Bestätigung der Einzahlung zurück an den Anfang. Inzwischen hatte ich ein halbes Kilo Papier in der Hand und mein Pass war 10 mal geprüft.
Die Jungs in ihren Offices schienen sich bestens zu amüsieren und machten noch ein paar Erinnerungsfotos von mir und dem Roller. Während der ganzen Prozedur wollte niemand auch nur einen Blick auf mein Gepäck werfen. Sie waren einfach völlig absorbiert mit dem Ausfüllen ihrer Formulare.
Als ich dann endlich draussen auf dem Parkplatz stand, wurde ich wieder zurückgepfiffen, weil sie noch einen letzten Eintrag in einen gigantischen Folianten vorzunehmen hatten.

Um  mir den Abschied dann nicht allzu leicht zu machen, gabs auf den nächsten 2 Kilometern bis zur Highway nochmals drei gründliche Polizeikontrollen.



Mit meinen Brüdern im Geiste, zwei türkischen Fernfahrern,  vor der geschlossenen Grenze zu Usbekistan.

PS: der Ehrenpokal für die unfähigsten und unfreundlichsten Zöllner geht aber an die Grenzer von Usbekistan an der Grenze nach Osh. Die machten ihrem Polizeistaat wirklich alle Ehre.
Aber genug davon.

Ein Hoch auf Europa ohne Grenzen!

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Von Osh nach Bishkek

Nach einer weiteren absurden usbekischen Grenzschikane (über die Grenzübertritte mach ich noch einen eigenen Eintrag) war ich zum Einen in der vierten Zeitzone gelandet und zum Anderen in Osh in Kirgistan. Gegründet noch vor Rom, wie die Einwohner behaupten, ist davon nicht viel zu sehen in den sowjetisch geprägten Strassen voller neuer! Mercedese.

Zu sehen sind aber die Spuren der ethnisch geprägten Unruhen. Letztes Jahr wurden die Märkte der usbekischen Minderheit von Kirgisen niedergebrant. Ein paar Läden haben wieder geöffnet, aber es ist eine seltsame Stimmung..

Mir_Frieden. Im Hintergrund die zerstörten Märkte

80 km nach Osh beginnt der langsame Aufstieg in das Ferghana Gebirge, Teil des Tien Shan. Mein Nachtlager am Toktogulsee.

Hier kam  eine ausgelassene Großfamillie auf mich zu und gab mir viele kräftige Schlucke Kumiss, vergorene Stutenmilch. Schmeckt angenehm säuerlich und hatte bei mir eine schnelle, gründliche Darmreinigung zur Folge. Was die Nacht etwas kürzer machte.

Am nächsten Morgen fuhren Hondale und ich dann sehr gemütlich mit 40kmh den ersten 3500m hohen Pass hinauf. Dahinter öffnet sich eine weite Hocheben. Grüne Weiden soweit man sehen kann durchzogen von kleinen Bächen.  Überall verstreut  Pferde- und Kuhherden.  In den Jurten am Strassenrand wird Kumiss verkauft. Wie man sichs halt so vorstellt.

Der nächste Pass war auch kein Problem. Bis auf einen Tunnel, 3km lang, ohne Belüftung und volle schwarzer, dicker Abgasschwaden von den Lastwägen.

Bishkek ist wieder sowjetisch, quadratisch, gut. Aber grün und irgenwie sehr angenehm. Hier werde ich die nächsten Tage verbringen. Visa für Kasachstan und wieder für Usbekistan besorgen, meinem Hondale einen neuen Hinterreifen gönnen und auf Rosemarie warten, die am Sonntag kommt. Und dann machen wir endlich Urlaub.

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Der Diwan


Eine Abhandlung über die sozio-kulturelle Bedeutung des Diwans von Goethe bis zu  usbekischen Lastwagenfahren.

Ich muß mich entschuldigen. Leider bin ich nach dem Verzehr eines mit Hammelfett übergossenen Knödels auf einem besonders bequemen Exemplar eines Diwans kurz eingenickt und muß nun die Abhandlung terminbedingt auf später verschieben.

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Seidenstraße

Wenn man sich fragt, wo sie denn nun herkommt die Seide der Seidenstraße. Hier ist die Antwort (nicht die Ganze!): Usbekistan ist der Drittgrößte Seidenproduzent der  Welt und das Herz davon ist Margilon im Ferghana Tal etwa 300 km südöstlich von Tashkent. Hier werden 110 Tonnen Kokons im Jahr produziert. Jeder Kokon liefert etwa 1km Faden. In der Yogorlik Seidenfabrik kann man den ganzen Prozess der Herstellung und Verarbeitung beobachten.

Die Kokons:

Das Auslösen der Raupe und den Beginn des Fadens finden:

Das Spinnen:

Ein Paar Schritte hab ich aus Platzmangel ausgelassen… (Joss will eure Geduld ja nicht über Gebühr strapazieren. Schließlich ist das hier nicht studiosus reisen. R.)

Das Färben:

Handweben:

Maschinenweben:

Knüpfen:

Nachtrag: Bei  diesem Eintrag ging, wie man sieht,  der Reiseleiter in mir durch, aber ich konnte einfach dem Bakhsish der Fabrik nicht widerstehen.

Aber ausserdem hab ich im Ferghanatal noch schlaraffenlandhafte Gehsteige gefunden:

Morgen fahr ich weiter nach Kirgistan und dann gehts über zwei 3500m hohe Pässe. Leider sind die Hinterreifen glatt wie meine Schädeldecke. Mal sehen.

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Bahodir B&B, der Pudding Shop Samarkands

Ein Treffpunkt von Langzeitreisenden und eine Tauschbörse für Infos aus Zentral Asien.

Hondale darf bei seinen grossen Bruedern schlafen

Im Hof stehen allein neun Räder von Leuten, die von Europa nach China radeln (und manche noch weiter), und draussen parken die zwei BMW’s von Dirk und Jelle aus Holland, der Mercedes 309Diesel von Sigi und Peter, ebenfalls auf dem Weg durch China und der Pickup von Daniel, einem Engländer, der seit vier Jahren damit unterwegs ist.
Dazu noch jede Menge Backpackers. Und heute kam noch Ian an, ein australischer Biologe auf dem Weg von London nach China und dann weiter in die Heimat.

Irgendwie kam das Gerücht auf, ich sei der Sechzigjährige mit dem Roller. Roller okay, aber sechzigjährig muß ich heftig dementieren. Na ja, trotzdem, ich heb den Alterdurchschnitt schon etwas an, da kann man nichts machen.

Das Foto ist von Sigi

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Samarkand

Der touristische Teil Syamarkands wurde von den Stadtplanern noch rigoroser vom täglichen Leben seiner Einwohner getrennt als in Bukhara. Hier stört nichts den Blick auf die schöne, neue, alte Welt. Keine Bettler, kein Lärm, niemand kommt und sagt: “Hey Mister, come visit my shop! Very cheap! You are my first customer today. Special Price.” Ich beginne, es langsam doch zu vermissen

Abfall wegwerfen verboten! 100 000 Som Strafe

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blog

Leider wird das Erstellen des blogs immer schwieriger. WordPress wird scheinbar teilweise blockiert. Also, wenn ich Internetzugang habe, schicke ich Rosemarie die Fotos und den Text als email und sie wird sie dann einstellen.

Stay tuned and i keep rollin

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Weinverkostung mit Omar Khayyam

Weindegustation in Madam Lutfiya Achilovas umgebautem Karavan Seray Abteil.

Zu probieren waren drei Weissweine, drei Rotweine und zwei Desertweine. Alle aus dem Anbaugebiet Buchara. dessen unvergleichliches Terroir diesen Weinen ihren aussergwöhnlichen Geschmack verleiht

Genau kann ich mich aber nicht mehr erinnern.

Dazu ein Gedicht des persischen Dichters und Mathematikers Omar Khayyam. (1048 -1132)

Ohne Rebensaft zu trinken, leben könnt‘ ich keinen Tag;
Kraft mich durch die Welt zu schleppen, find ich nur im Zechgelag
O des sel’gen Augenblickes, wenn der Schenke zu mir spricht:
“Noch ein Glas!” und meine Rechte es zu halten nicht vermag.

Und noch’n Gedicht:

Wenn bei Verstand du bist, so such den Rausch im Saft der Reben!
Laß eingeweihte Trinker dir die wahre Weihe geben!
Doch nein1 Du bist am Geiste blind! Vergebens ist mein Mahnen;
Der echte Rausch, der selig macht, gelingt nicht dem Profanen.

Das Büchlein mit seinen Gedichten, eine in Russland gedruckte Raubkopie, hat mir ein altes Schlitzohr am Ark in Buchara verkauft.

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Buchara

Was für ein wohlklingender Name und was für eine schöne Stadt. Nach Alexander dem Großen, Dschingis Khan und Timur bin auch ich nun endlich hier in Buchoro-i-Sharif, Buchara, der Edlen.


Geburtsort von Avicenna, dem Vorreiter der modernen Medizin ( Abu Ali ibn Sina 980 -1037) und der Dichter Firdausi und Rudaki, den Sakespeare und Goethe der persisch-arabischen Welt.

Es scheint sich in den Jahrhunderten kaum etwas verändert zu haben, Es ist die Seidenstraßen- Bilderbuch-Stadt. Hier wurde natürlich heftig restauriert und jeglicher Schmutz und größeres menschliches Getümmel, aus der Stadt verbannt. Trotzdem hat sie eine gute Atmosphäre. Und ich muss sagen, ich vermisse den Gestank und vermüllte Strassen, wie ich sie aus anderen asiatischen Städten kenne, überhaupt nicht. Auf diese Art der Authentizität kann ich inzwischen gerne verzichten.

Mein Hotel ist unweit des Hauptplatzes, in einem alten, jüdischen Haus, gegenüber der Synagoge.

Mit einem großem Innenhof und mit einem von riesigen Ulmenstämmen gestützten Vordach.

Bis zum Ende der Sowletunion waren sieben Prozent der Bewohner Juden, heute sind es nur noch wenige Hundert. Sehr viele sind schon seit den siebziger Jahren nach Israel oder Amerika ausgewandert,  müde der ständigen Benachteiligungen und Agressionen. Obwohl sie seit vielleicht 2500 Jahren hier ansässig waren. Man sagt, sie stammen von den verlorenen Stämmen Israels ab. (das hab ich aberauch schon über die Kashmiris gehört)

Die Synagoge wurde im 17.Jhdt. Erbaut.

1920 bombardierten die Sowjets die uralte Befestigungsanlage Ark und zerstörten sie zu 80 Prozent.

Aber sie ist immer noch bestens als Fußballtor geeignet.

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Merw

Merw

In der kurzen Zeit die mir zur Verfügung standI wollte ich aber unbedingt noch Merw besuchen, das zu Zeiten der Seidenstraße in einem Atemzug mit Damaskus, Kairo und Baghdad genannt wurde. Heute ein großes Areal in dem die Reste der Städte aus verschiedenen Zeiten nebeneinanderliegen. Da alles aus Lehm gebaut wurde, ist leider nicht viel authentisches übrig.

Sehr viel interessanter für mich, war das iMuseum im 40 km entfernten Mary. Leider (lieber Michael), war die Teppichabteilung geschlossen.
Aber dafür gabs Funde von Ausgrbungen aus Gonio (Gonur Tepe) aus dem 3. und 2. Jahrtausend vor Chr. Es war eine der ältesten Stätten des Feuerkults und der seit 40 jahren dort arbeitende Archäologe Viktor Sarianidi ist überzeugt, hier die Geburtsstätte der ersten monotheistischen Religion, des Zoroastrismus, entdeckt zu haben. Es wurden Feuertempel aus der Zeit um 3000 vor Chr. gefunden und Spuren eines Getränks aus Mohn, Hanf und Ephedra, das dem ‚Soma‘ entsprach, das die Prister benutzten gegen die Zarathustra predigtre.
Ein paar der Figuren aus der Zeit:

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Transit durch Turkmenistan

Only the insane or deeply unfortunate find themselves in July or August in Ashgabat (Lonely Planet)

Das zweite Land bisher, für das ich nur wenig Zeit habe: Vier Tage für die ca.1300 km. Morgens sattle ich mein Hondale und fahr mit vielen Trink – und einer Essenspause neun bis zwölf Stunden, öffne mir eine von den mitgebrachten Makrelenbüchsen und suche mir neben der Strasse einen guten Platz zum schlafen. Tagsüber sinds etwa 40 Grad im Schatten, aber leider gibts keinen Schatten. Trotzdem weniger als die 50Grad von denen ich gelesen hab. Nachts sinds etwa 17 Grad.

 

Das Wort Spurrille gewinnt eine ganz neue Bedeutung, wenn die Ränder 40cm aufsteigen. Sollte man beim Versuch den Schlaglöchern auszuweichen aus Versehen in die Spurrille des Gegenverkehrs gelangen, ist Zähneklappern angesagt.

 

Mehr über Turkmenistan in heise.de von Thomas Pany .http://www.heise.de/tp/blogs/6/150145

Überhaupt: Telepolis lesen für Informationen, die man nicht überall finden kann!

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Mitgift für die Toten

in Teil des Gefährts, mit dem sie ums Leben kamen wird dazugelegt: der Kühlergrill, die Windschutzscheibe, eine Radkappe, die Reifen.

Dem Lastwagenfahrer wurde sein Sitzfell aufgehängt und die Windschutzscheibe unterm Reifen drapiert.

 

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Cruising the Caspian

Mein Traumschiff übers Kaspische Meer.

Das Sonnendeck:

 

Die Lampendekoration:

 

Die Nasszelle:

Das Restaurant:

 

Aber die Gesellschaft war gut:

Inge und Andries auf ihrer langsamen, zweijährigen Reise: http://www.rondjewereld.com

 

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Baku

Nur um mal so ein bißchen ungerecht vom Leder zu ziehen: je näher ich Baku kam, umso unwohler wurde mir. In 100 km Entfernung wurden mir an der Strasse plötzlich Teepreise wie auf dem Boulevard des Anglais in Nizza abverlangt. In 80 km Entfernung versuchte ich die Nacht in einem moskitoverpesteten Motel zu verbringen.Ich schlief dann im Freien, aberwährenddessen wurde mein Zimmer nach Wertsachen durchwühlt. Ich will ihm ruhig einen Namen geben: Motel Savalan in Samaxi.

In Baku selber musste ich erstmal meinen Roller in den Zollhafen stellen und bekam zum ersten Mal während der Reise das deprimierende Gefühl, vollkommen undurchschaubaren Behörden ausgeliefert zu sein. Und dann in Baku eine seelenlose, der Gier und dem Konsum verschriebene Stadt wahrzunehmen. Von Brioni bis Loro Piani ist alles da was international teuer ist. Aber die Stadt hat keinen Charme.

Möge ein anderer kommen, sie zu lieben.

 

Bulevard

 

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Kebap

Weil sich doch ein paar Leute fragen, was ich den Tag über so zu mir nehme, hier die Antwort.

von Istanbul bis Baku bisher mein Favorit: der Adana Kebap!

let me be your guide on the kebap trail…

 

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